GUNS N’ROSES “CHINESE DEMOCRACY”

Guns N'Roses - Chinese Democracy

Eine ultralange Wartezeit mussten die Fans von Guns N Roses in Kauf nehmen, die letzte Veröffentlichung liegt einige Jahre zurück. Bei amazon gab es bereits über 50 Rezensionen, bevor die CD überhaupt erschienen war. Und kann man anhand einer (vorab veröffentlichten) Single auf ein komplettes Album schliessen? Nach dem ersten Hörgang die ernüchternde Feststellung. Das sind nicht (war aber auch klar, oder?) DIE Guns N Roses, die wir alle kannten.

 

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TITELVERZEICHNIS:

Chinese Democracy
Shackler’s Revenge
Better
Street Of Dreams
If The World
There Was A Time
Catcher In The Rye
Scraped
Riad N’ The Bedouins
Sorry
I.R.S.
Madagascar
This I Love
Prostitute

Time

3:36
5:49
5:09
3:55
4:40
4:29
5:10
2:37
5:33
5:13
 

Note

 

 

 

Die CD beginnt mysteriös und bereits nach genau 1 1/2 Minuten kommt der erste Hardrock-Riff - veredelt mit der altbekannten kreischend- markanten Stimme des Herrn Axl Rose. Der Song ist ein moderater Banger. Tolle Leadgitarre im Solo von Tommy Stinson. Track 2 zeigt, dass auch die Gunners mit der Zeit gehen, der Rhythm-Riff ist thrashig- modern-dissonant und bringt auch die ersten Elektro-Beats mit ein. In “Street Of Dreams” ist Axl dann in Hochform. Eine Ballade zwar, aber er wertet das Stück durch seine Präsentation gehörig auf. Im Vorfeld hiess es, das man die GUNS ohne Slash vergessen könne. Dazu nur ein Satz: Der alte Slash kann dem neuen Gitarristen nicht im Entferntesten das Wasser reichen.

“If The World” ist ein - zumindest für die eingeschworenen Fans der Gruppe - recht ungewöhnliches Stück. Very Funky und im Hintergrund wühlt die Rhythmus- Gitarre und wartet darauf, alle Türen ein zu reissen, bevor sie loslegt. Sinfonisch beginnt “There Was A Time”. Erinnert etwas an die “good old times” - ein klasse Stück, das auch ordentlich Krach macht. Und am Ende singt sich Mr. Rose die Seele aus dem Leib und wie auf Kommando schnarrt Gitarrist “Bumblefoot” mit einem gewaltigen dicken Wah- Wah- Solo zum Finale los. Die nachfolgenden Stücke sind eher ruhigerer Natur, das “Riad N’The Bedouins” rockt dann wieder ein Loch in die Wand. Die Band ist in Höchstform. “I.R.S.” fängt mit Electronic Drums an und Axl singt jetzt plötzlich wie ein Wiener Sängerknabe und ohne Vorwarnung kommt ein schmierig-ölig-warmer Gitarrensolo. Schweinegeil. Wer damit leben kann, dass die auch Gunners mit der Zeit gehen: ZUGREIFEN.

FAZIT:

“Chinese Democracy” ist herausragend, ob die CD den Status von “Use Your Illusion” erreicht, wird sich erst nach mehreren Hörgängen erweisen. Das bahnbrechende Debüt-Album aus dem Jahre 1989 bleibt natürlich unerreicht. Aber was der Gitarrist BUMBLEFOOT, der sein Grinsen beim Spielen oft durch einen Eimer auf dem Kopf versteckt, hier zeigt - alter Schwede! Da könnte sich der gute “Slash” eine dicke Portion fränkische Fingerwürstchen einverleiben, um so gut zu spielen!

Veröffentlichung: 22. November 2008 (Universal Music) TOTAL TIME: 71:14

KAUFEMPFEHLUNG:  KKKKKKKKKK

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