GOREFEST “LA MUERTE”

 

 

Gorefest - La Muerte

Die Band aus dem Zeenland in der Niederlande ist Kult. Entdeckt habe ich sie zum ersten Mal im Jahr 1992, als ich einen scharfen Videoclip auf MTV (Headbanger’s Ball) gesehen habe. Mitte der 90er war Funkstille angesagt. Dass sich der schwermetallische Tulpen-Vierer 2005 wieder formierte hatte, war mir komplett entgangen. Beim Summer Breeze 2010 habe ich diese CD gefunden - und zwar zum Schnäppchenpreis.

 

 

 

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TITELVERZEICHNIS:

For The Masses
When The Dead Walk The Earth
You Could Make Me Kill
Malicious Intent
Rogue State
The Call
Of Death And Chaos
Man To Fall
Exorcism
‘Till Fingers Bleed
The New Gods
La Muerte

Time

4:47
4:46
5:54
5:47
7:09
4:52
4:14
4:09
3:50
4:08
5:18
9:54

Note

1,5
1,75
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So muss es klingen, wenn die Toten auferstehen! Ein gnadenlos auf „C“ (!) herunter gestimmter, doomiger Grundakkord erschüttert den Raum, als die ersten Töne von „For The Masses“ aus den Lautsprechern „ohrakulieren“. Die Knüppelbrüder GOREFEST aus dem nachbarländlichen Holland sind zurück. Mit einem gutturalen „Rise“ „eröffnet“ Jan Chris De Koeijer den Reigen und das Tempo wird mit der Zeile “I’ve Got The Music For The Masses – The Pounding Drums Of Slavery” angezogen auf erstaunliche 201 beets in der Minute. So schnell habe ich die Junx aus der Provinz Zeenland auch noch nicht spielen gehört. Durchatmen. Aber das Donnerwetter setzt sich fort mit „When The Dead Walk The Earth“.

 Die gutturale Botschaft “The Time Has Come To Retaliate No Looking Back No Remorse” nehme ich nur noch am Rande wahr, weil ich bereits auf der Kante meines Bildschirm stehe, zum Donnerwetter bange und am liebsten einen Monitor- Dive hinlegen würde. Wenn man sich die Inlay-Fotos ansieht, glaubt man gar nicht, dass diese vier Jünglinge fähig sind zu dieser „gorigen“ Musik. Nach 4 Minuten und 17 Sekunden spritzt Gitarrist Budewijn seinen ersten solistischen Erguss in die Seele des Metallomaniacs. In „Do You Feel Alive“ gibt’s richtige Bretter-Synkopen- Breaks. Die Produktion ist momunental-brachial und fegt den Hörer (mit der empfohlenen Lauststärke – bis kurz vorm Anschlag – genossen) von einer Zimmerecke in die andere (ich für meinen Teil kann mir in diesem Fall den Besuch meines albanischen Hausmeisters Adrian ersparen).

Die Megastücke kommen mit „Rogue State“ (ein doomiger Banger, der sämtliche Qualitäten aufweist, auf die Liebhaber der Band von jeher abgefahren sind) und “The Call”. Es gibt jede Menge Leadbreaks, bei denen sich beide Gitarristen abwexeln. Spätestens jetzt denke ich, dass die 3 Schnäppchen-Euro bestens angelegt sind. Leute, wenn Ihr auf dem Summer Breeze seit – rein ins Nuclear Blast Zelt, die CD müsst Ihr Euch holen! Ein gorefestes Meisterbrett!

Eine Bonus-DVD gibt es auch. Die Band berichtet, wie sie nach dem 98er Split wieder zusammengefunden hat, der Musikfan ist direkt im Studio dabei, als die CD eingespielt wird. Sänger und Bassist Jan Chris De Koeijer erzählt, dass GOREFEST gerade zweimal Gigs absolviert hatten und danach sofort auf den ersten grösseren Festivals spielten. Eine Kult-Band “öffnet sich” dem Fan. Der Content der DVD: Making Of “La Muerte” Part 1 & 2, “From Ignorance To Oblivion” (2005er LIVE Clip) und “Tools Of The Trade” (die Musiker stellen ihr Equipment vor)

FAZIT:

Auf der CD “La Muerte“ gibt’s 64 Minuten exzellenten Tulpen Metal. Ein “Must Have” für Death Metal Fans und für die Fans der Band sowieso. Death Metal Platte für die einsame Insel!

Produced by Gorefest

Veröffentlichung: 30. August 2005 (Nuclear Blast) (TT: 64:46)

Für alle Fans von: Birds Of Prey - Cannibal Corpse - Rigor Mortis - Six Feet Under

Webseite: http://www.myspace.com/gorefest

Mit diesem Clip habe ich GOREFEST im Jahr 1992 im Sender MTV entdeckt: http://www.youtube.com/watch?v=1JemTEqzhyw

INFO: Texte sind komplett abgedruckt im 12seitigen Booklet

KAUFEMPFEHLUNG:  KKKKKKKKKK (1,708)

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